Emotionen festhalten

Die Emotionen, welche bei der Photographie im Spiel sind, sind der Motor für kreative Bilder. Vielfach bin ich am See und sehe einen unvergesslichen Sonnenuntergang. Da rast mein Puls hoch, denn in diesem Moment bin ich überwältigt von der Natur und davon, dass ich solche Szenen live erleben darf. Ich frage mich dann Sachen wie «Welche Einstellungen sind nun nötig?» oder «Polfilter oder doch nicht?». Aber eigentlich muss ich nur meiner Intuition folgen und es wird so kommen, wie es bestimmt ist. Vertrauen also macht es aus, dass ich zum richtigen Zeitpunkt da bin, wo ich mich wohlfühle und daraus entstehen Stimmungsphotos. Die innere Stimmung ist dieselbe, die man in diesem Moment wahr nimmt und dann ins Bild transportiert. So einfach ist es.

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Es sind meine Bilder, meine Emotionen, die ich eingefangen habe. So empfinde ich die Photographie und möchte sie der Welt zeigen. Die Technik zu verstehen, ist sicher notwendig, um eindrucksvolle Bilder entstehen zu lassen. Aber vielfach wird gerade dieses Thema viel zu sehr überbewertet, man verliert sich darin. Immer die neueste Kamera, das neueste Objektiv, Filter oder Software zu besitzen und alles perfekt zu beherrschen, lässt noch keine gute Bilder entstehen. Wenn man mit der besten Technik keine Emotionen ins Bild bringen kann, dann werden diese auch nicht ausdrucksstark.

Daher hier ein paar Tipps die zum Nachdenken anregen sollen:

An neuen Orten zuerst ein Gefühl der Umgebung einfangen und dann die Kamera hervornehmen.

Den Bildaufbau nach seinen Emotionen gestalten und nicht nach dem Schema, das einem vorgegeben wird; auch mal was Neues ausprobieren.

Sich auf einen Bildaufbau am Abend oder Morgen konzentrieren und dann auf das richtige Licht warten.

Einen vertrauten und schnell erreichbaren Standort immer wieder besuchen und das Licht studieren.

Visualisierte Bilder im Kopf angehen und versuchen umzusetzen.

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